15. Reisebericht: Vom Tango zum Samba

8. - 18. Maerz 2014

Brasilien, was fuer ein Land, was fuer Staedte! Das groesste Land Suedamerikas hat ueber 200 Millionen Einwohner. Haben wir uns gerade ein wenig an spanisch gewoehnt, wird ab jetzt portugiesisch gesprochen. Mit einem Mix von spanisch und rumaenisch koennen wir uns dennoch einigermassen verstaendigen.
Wir fahren Richtung Osten nach Rio de Janeiro. Sanfte Haenge und landwirtschaftliche Grossbetriebe praegen eine Landschaft, die uns an deutsches Huegelland erinnert, waeren da nicht die tropischen Pflanzen und Baeume. Es ist Erntezeit und endlose Kolonnen von LKWs bringen Getreide zu riesigen Siloanlagen. An einem Sonntagmorgen passieren wir Sao Paulo, die groesste Stadt Brasiliens, mit ca. 22 Millionen Einwohnern in der Stadt und Umgebung. Wir benoetigen ueber eine Stunde auf der Stadtautobahn mit einer Geschwindigkeit von 60 – 70 km/h, ohne durch Ampeln oder Stau aufgehalten zu werden, um die Stadt zu durchqueren. Waehrend dieser Zeit sehen wir in jeder Himmelsrichtung bis zum Horizont nur Hochhaeuser. Die Ausmasse der Stadt sind beeindruckend und wir sind froh, dass es Sonntag ist, denn wir koennen uns vorstellen, welches Verkehrschaos herrschen wuerde wenn wir einen Tag spaeter hier unterwegs waeren.
In Rio de Janeiro quartieren wir uns ausserhalb der Stadt auf einem Campingplatz am Meer ein und fahren mit dem Bus in das Zentrum. Schon unser Reisefuehrer wies darauf hin, dass sich jeder Busfahrer wie ein Formel 1-Pilot fuehlt und tatsaechlich koennen wir kaum glauben welche Kurvengeschwindigkeiten und Neigungswinkel ein Stadtbus aushaelt, ohne umzukippen.

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Die Stadt selbst begeistert uns und wird schon nach kurzer Zeit in unsere Kategorie “Grossstaedte in denen wir leben koennten” aufgenommen. Dass sie zu den am schoensten gelegenen Staedten der Welt gehoert, steht ausser Frage. Wir besuchen natuerlich die Highlights wie Christusstatue, den Zuckerhut und die Copacabana und geniessen die Spaziergaenge durch das Zentrum.

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Auch das brasilianische Essen ist nach unserem Geschmack: waehrend wir beim argentinischen "Asado" einen uebervollen Teller von allen Grillspezialitaeten bekommen inkl. Innereien, wird in einer brasilianischen Churrascaria ein riesiges Buffet mit Beilagen aufgebaut und die verschiedenen Fleischspezialitaeten werden auf grossen Spiessen gebraten. Die Kellner laufen mit den Spiessen durch das Restaurant, bieten permanent davon an und schneiden dann mit scharfen Messern leckere Stuecke ab - so viel man moechte.... Wir haben in einem Restaurant ca. 10 verschiedene Fleischsorten vom Rind probiert, dazu Leckeres vom Schwein und Huhn. Da auch das Beilagenbuffet koestlich ist, liegt die Gefahr nahe, viel zu viel zu essen. Auch lieben wir das “Wiege-Essen” (so haben wir es getauft), dass als Mittagessen sehr beliebt ist. Man laedt sich den Teller an einem Buffet voll, an der Kasse wird gewogen und per 100 Gramm abgerechnet, wobei die Preise fuer europaeische Verhaeltnisse sehr moderat sind.

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Natuerlich ist alles gepraegt durch die kommende Fussball WM und die riesigen neuen oder neu herausgeputzten Stadien in Sao Paulo und Rio fallen uns sofort ins Auge. Rio hat ausserdem noch grosse Baustellen einschliesslich U-Bahn Erweiterung, denn 2016 finden hier auch die olympischen Spiele statt.

Paraty

Paraty soll das schoenste Kolonialstaedtchen Brasiliens sein mit seiner historischen Altstadt, die unter Denkmalschutz steht. Ca. 250 km suedlich von Rio am Meer gelegen, verweilen wir hier einige Tage und geniessen den Bummel durch die kleinen Gassen mit altem Kopfsteinpflaster und liebevoll restaurierten Haeusern.

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Wir sind erstaunt ueber den guten Zustand der meisten alten Haeuser und lernen, dass viele von Europaeern renoviert und erhalten werden. Und das, obwohl das Wasser regelmaessig in den am Meer gelegenen Strasssen steht, die Haeuser werden aber angeblich nicht ueberflutet.

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Von anderen Reisenden haben wir in Rio die Empfehlung fuer einen Strand im Sueden bekommen, an den man direkt mit dem Auto fahren kann. Das wollen wir ausprobieren und geniessen zwei Tage das Strandleben. Es ist Wochenende und natuerlich fallen wir als Deutsche mit unserem Toyopedi zwischen den brasilianischen Badegaesten auf, werden zu unserer Reise und dem Auto befragt und mit anerkennenden Blicken und Gesten gewuerdigt. Es dauert nicht lange und wir werden zu Choppi (kleines Bier) und Grillspiessen eingeladen...

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