1. Reisebericht: 1.700km bis zur Werkstatt

2. - 20. September 2014

Bei der Landung in Montevideo hat der Himmel seine Schleusen geoeffnet – es regnet in Stroemen und das Thermometer zeigt 13 Grad Celsius.
Es ist der 2. September 2014 und der Beginn unserer zweiten Sued- und Zentralamerikatour. Ist ja klar, denken wir: 2. September in Uruguay bedeutet auf der Suedhalbkugel soviel wie 2. Maerz bei uns zuhause, folglich erwartet uns hier noch nicht der Sommer. Weit gefehlt, schon am naechsten Tag reist der Himmel auf und wir koennen bei sommerlichen 25 Grad erste kleine Arbeiten am Toyopedi erledigen. Unser Auto hatte bei Sylvia und Heinz im Paraiso Suizo “ueberwintert” und war bereit fuer neue Abenteuer.
Wir wollen zunaechst nach Paraguay fahren. Unser Motorsportfreund Peter Gaertner hat nahe Asuncion eine Werkstatt, die "Gaertner Rallye Sport South America" und war so nett unser neues OME-Fahrwerk fuer den Toyopedi im Container mit nach Paraguay zu nehmen, um es in seiner Werkstatt einbauen zu lassen.
Mit einem leckeren Kaesefondue werden wir im Paraiso Suizo verabschiedet und fahren in den Norden von Uruguay, wo wir bei den Thermalquellen von Arapey einen Stop einlegen.

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Von dort muessen wir nach Brasilien einreisen, da der in der Karte eingezeichnete Grenzuebergang nach Argentinien eine Flussdurchfahrt des Rio Uruguay waere... nur fuer Personen per Boot moeglich. Wir reisen aus Uruguay aus, aber es gibt keine Einreise nach Brasilien. Erst nach rd. 100 km kommen wir zu einer Bruecke, die nach Argentinien fuehrt und auch zur brasilianischen Ein- und Ausreise. Man erklaert uns, wir muessten eigentlich erst einreisen und dann wieder nach Argentinien ausreisen, doch nach kurzer Ueberlegung haelt der brasilianische Grenzbeamte dies auch fuer Unsinn, die Seiten im Pass koenne man sparen, und schickt uns direkt weiter zur argentinischen Grenzstation. Somit waren wir die 3-stuendige Fahrt nie offiziell in Brasilien gewesen und freuen uns, wieder in Laendern zu sein in denen vieles ein wenig lockerer gesehen wird. Die Argentinier sind wie immer gut drauf, schauen in unsere Paesse - Deutschland! Da war doch was mit Fussball….. wir schauen schulterzuckend drein, als koennten wir uns nicht erinnern, die Argentinier schimpfen auf Messi und Kollegen und wir haben viel Spass waehrend der Erledigung der Formalitaeten.
Auch die Einreise nach Paraguay verlaeuft problemlos und wir entscheiden uns fuer einen kleinen Umweg, um die Ruinen der Jesuitenmissionen in Paraguay zu besuchen, die uns im Maerz auf argentinischer Seite schon beeindruckt hatten.

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Nach Asuncion sind es knapp 400 km, doch unser Ziel ist “Nudelhausen”, ca. 60km oestlich der Hauptstadt oberhalb des Lago Ypacarai. Dort betreiben Marion und Rene eine kleine Pension mit Gaestezimmern und Stellplaetzen fuer Wohnmobile und haben in einem garagengrossen Haeuschen eine kleine Nudelproduktion. Marion kocht koestlich am Abend fuer ihre Gaeste und wir lassen uns verwoehnen, bis wir in die Werkstatt gehen koennen. Die Beiden nehmen uns mit zum "deutschen Abend" nach Altos und wir kaufen am naechsten Morgen auf dem deutschen Markt Leberkaese, Bratwuerste, Frikadellen und Vollkornbrot sowie tolle Salate und Gemuese. Auch der Hauptstadt statten wir einen Besuch ab.

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Auf Empfehlung von Rene lassen wir in einer Autoglaserei in Asuncion unsere seit Sued-Argentinien durch einen Steinschlag zerstoerte Windschutzscheibe austauschen.
In der Werkstatt unseres Motorsportfreundes Peter Gaertner ist "die Hoelle" los, denn es werden Mitsubishi Evo's fuer die grosse Trans-Chaco Rally, die Ende des Monats im paraguayanischen Chaco stattfindet, vorbereitet. Nach drei Tagen haben wir es dennoch geschafft, unser neues Fahrwerk ist eingebaut, wir sind weitere US$ 1.200 fuer Einfuhrzoll los, und koennen unser erstes Highlight ansteuern: das Pantanal.

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