1. Reisebericht: Bosnien-Herzegowina & Montenegro

26. Juni - 11. Juli 2025

Wir starten über Ungarn in den Norden Kroatiens und weiter nach Bosnien und Herzegowina. Landschaftlich sehr schön, wir fahren ausschließlich auf Landstraßen durch schöne Flusstäler wo wir auf kleinen (Camping-)plätzen übernachten können.

  • Schöner einsamer Platz im Weingut Cupen
  • Lunch mit der gastfreundlichen Familie
  • Festung in Banja Luka
  • "Horseshoe Bend" des Flusses Vrbas in Bosnien-Herzegowina
  • Blick auf Jajce mit Festung...
  • ...und Wasserfall
  • Ehemalige Wassermühlen von Mlincici

Wir verzichten bei dieser Reise auf schweißtreibende Städtetouren und genießen die Landschaft. Einzige Ausnahme: Sarajevo mit seiner schönen Altstadt. Heike erkundet die Stadt auf eigene Faust und an den Abenden genießen wir gemeinsam die traditionelle Balkan-Küche.

In der Bascarsija, der Altstadt Sarajevos mit ihren orientalischen Marktgassen reihen sich Cafés, Souvenirshops und Cevabzinicas aneinander. Auch die meisten Touristen tummeln sich hier. Abseits der engen Gassen endet der osmanische Einfluß und das Gedrängel und ein Spaziergang durch das "moderne" Sarajevo zeigt die österreichisch-ungarische Prägung, auch wenn die Herrschaft der Habsburger nur 40 Jahre dauerte - nach 400 Jahren osmanischer.

Eines der wichtigsten Ereignisse im sozialistischen Jugoslawien waren für Sarajevo die Olympischen Winterspiele 1984. Die einstigen Wettkampfstätten in den Bergen um Sarajevo sind heute beliebte "Lost Places" und wir schauen uns die ehemalige Bob- und Rodelbahn, die inzwischen von der Natur zurück erobert wird, an.

  • Blick auf die Stadt vom olympischen Berg
  • Schon fast zugewachsen...
  • Blick von unsererm Übernachtungsplatz

Mostar haben wir uns vor einigen Jahren schon einmal angeschaut, daher besuchen wir direkt die Quelle der Buna südlich der Stadt. Auch Dubrovnik kennen wir und verzichten in Anbetracht der Hitze und zu erwartenden Besuchermassen auf einen weiteren Besuch. Weiter geht es mit einer „off-road“ Empfehlung aus dem 4x4-Tourenbuch der „Pistenkuh“ in Richtung der Grenze zu Montenegro.

  • Typische Bogenbrücke
  • Quelle der Buna und Derwischkloster
  • Eine von vielen Festungsruinen.
  • Schöner Übernachtungsplatz an der Drina
  • Los geht's....
  • ...mit einer schönen Route über das Morine Plateau.

Die Strecke führt durch die Republik Srpska, die 1995 neben der Föderation Bosnien und Herzegowina als zweites politisches Teilgebiet anerkannt wurde.

  • UNESCO Weltkulturerbe: antike Grabsteine "Stecci"

Montenegro

Viel haben wir über dieses kleine Balkanland mit nur rund 600.000 Einwohnern schon gehört, vor allem von schönen Stränden und beeindruckender Bergwelt. Die erleben wir mit dem Überfahren der Grenze unmittelbar, denn wir fahren durch ein traumhaftes Tal, das sich zu einer Schlucht verengt.
Weiter geht es über die angeblich schönste Passstraße des Landes, die Panoramaroute durch das Durmitor Gebirge.

17 Gletscherseen hat es im Durmitor Gebirge, der bekannteste ist der Crno jezero, der Schwarze See, der malerisch vor dem höchsten Berggipfel Montenegros liegt.

  • Schöner Übernachtungsplatz am Wald.
  • Gletschersee "Vrazje Jezero"

Wir fahren weiter Richtung Süden, zum längsten Fjord südlich von Skandinavien, der Bucht von Kotor. Zusammen mit der Altstadt von Kotor zählt die Bucht zum UNESCO Welterbe. Dementsprechend gut besucht ist das Städtchen, das in der Tat in traumhafter Lage am Ende der Bucht zwischen hohen Bergen liegt. Es ist wieder heiß, denn die angenehme Kühle der Berge haben wir hinter uns gelassen, und wir verlegen den Besuch der Altstadt auf den Abend. Dann sind auch die Besucher der Kreuzfahrtschiffe wieder aus der Stadt verschwunden…

  • Toller Blick auf den Fjord...
  • ...und die Bucht von Kotor.
  • Festungsmauern umschließen die Altstadt
  • Übernachtungsplatz am Strand...
  • ...mit schönem Blick auf Kotor und den Fjord.

Wir wollen an der Küste in Richtung albanische Grenze cruisen, doch es ist uns zu heiß und zu voll. Kurz entschlossen biegen wir wieder in Richtung Berge ab und legen einen schönen Stopp an der Lipa Höhle ein. Fußläufig liegt das schöne Camp Oaza mit Restaurant und Campingplätzen auf Wiesenterrassen mit toller Aussicht bis zum Skutarisee an der albanisch-montenegrinischen Grenze in der Ferne.

  • Schöner Strand, aber zu voll für uns....
  • Überall noch zu sehen: Bunkeranlagen
  • Restaurant mit Aussicht an unserem Camp.

Erst in 2015 wurde die Lipa Höhle für Besucher geöffnet und ist die einzige zu besichtigende Tropfsteinhöhle Montenegros. Entdeckt wurde sie vor ca. 200 Jahren durch Zufall, da ein Hund durch ein Loch in der Decke gefallen war und durch sein Bellen in der Höhle gefunden wurde. Da wir quasi nebenan wohnen, bietet sich ein Besuch an.

Entlang des Skutarisees wollen wir dann nach Albanien fahren, soweit der Plan. Doch auch dieses Mal kommt es anders als gewünscht und wir werden erneut zu einem Klinikbesuch gerufen. Somit endet unsere Balkantour leider schon nach zwei Wochen, wir werden diese sicher fortsetzen, doch jetzt geht es erst einmal über die Autobahn wieder nach Hause.
Einen Übernachtungsstopp legen wir an den Kravica-Wasserfällen ein, die als das bekannteste Naturschauspiel der Herzegowina gelten. Direkt am Fluß Trebizat liegt im Nationalpark ein kleiner Campingplatz, so daß wir am Abend und früh am nächsten Morgen die Wasserfälle ohne Menschenmassen besuchen können.